Rioja

Rioja

Geographisch stellt diese wahrscheinlich berühmteste und bekannteste DO Spaniens eine Besonderheit dar. Der Großteil der Rebflächen mit 62.000 Hektar liegt zwar in der autonomen nordostspanischen Region La Rioja, doch ein Teil davon befindet sich auch in den beiden Regionen Baskenland (der Subbereich Alavesa) und Navarra. Der Bereich besitzt eine sehr alte Weinbau-Geschichte. Es sind zahlreiche in Stein gehauene Gärbecken erhalten, die einen Weinbau bereits in der Antike bezeugen. Rund 75% des Rioja wird als Rotwein, 15% als Rosé und nur 10% als Weißwein produziert. Der rote Rioja wird zu 80% aus der Hauptsorte Tempranillo mit Anteilen von Garnacha Tinta (Grenache Noir), Graciano und Mazuelo (Carignan), sowie den seit Jahrgang 2007 erlaubten Maturana Parda und Maturana Tinta gekeltert. Von der früher üblichen Beigabe von weißen Sorten ist man abgekommen. Experimentiert wird seit einiger Zeit auch mit Cabernet Sauvignon und Merlot, die mit einer Sondergenehmigung verwendet werden dürfen. Die Rotweine werden nahezu ausschließlich trocken ausgebaut. Der Rosé wird auch halbsüß vermarktet. Der weiße Rioja wird aus Viura (Macabeo), Malvasía Riojana und Garnacha Blanca, sowie seit 2007 den neu zugelassenen Sorten Chardonnay, Sauvignon Blanc (zusammen maximal 50%), Maturana Blanca, Tempranillo Blanco, Turruntés (Torrontés) und Verdejo gekeltert. Der grünlich-gelbe Wein wird zumeist trocken hergestellt. Die „gebietsfremden” Rioja-Sorten dürfen im Gegensatz zu den klassischen einheimischen nicht am Etikett angeführt werden. Jährlich werden rund 180 Mio Liter Riojas erzeugt, ein Drittel wird in 70 Länder exportiert. (WP)

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