Mosel, Saar und Ruwer

Mosel, Saar und Ruwer

Die Rebflächen des deutschen Anbaugebietes liegen im Bundesland Rheinland-Pfalz sowie zu einem kleinen Teil auch im Bundesland Saarland. Die 8.976 Hektar umfassenden Weinberge liegen entlang der Mosel vom Quellgebiet in den Vogesen an der Grenze Luxemburgs bis zu ihrer Einmündung in den Rhein bei Koblenz sowie an den beiden Nebenflüssen Saar und Ruwer. Diese drei Flüsse gaben dem Anbaugebiet den alten bis Herbst 2007 gültigen Namen Mosel-Saar-Ruwer. An der oberen Mosel liegen die ältesten Weinberge Deutschlands, hier betrieben schon die Römer im 1. Jahrhundert v. Chr. Weinbau und gründeten 15 v. Chr. die Stadt Augusta Treverorum, das heutige Trier. Im Ort Erden bei Bernkastel-Kues ist noch eine alte Presse der Römer zu besichtigen. Das Schiefergestein speichert am Tag die Sonnenwärme und gibt diese nachts wieder ab, wodurch für ein mildes Klima gesorgt wird. Die Reben wurzeln in der Regel metertief im Boden bzw. darunter liegenden Felsen. Viele kleine Winzer bearbeiten die oft terrassierten Steilhänge in mühsamer Handarbeit und liefern ihre Trauben an große Kellereien. Mosel ist in sechs Bereiche mit 19 Großlagen und 524 Einzellagen gegliedert. Die Moselweinstraße ist eine 242 Kilometer lange Autoroute. Sie beginnt direkt hinter der deutsch-französischen Grenze in Perl, verläuft am Fluss entlang und überquert ihn dabei mehrmals. Im Verlauf berührt sie viele berühmte Weinbau-Gemeinden und endet schließlich in Koblenz. (WP)

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