Burgund

Burgund

Die Bourgogne ist eine der ganz großen Weinbauregionen Frankreichs und erstreckt sich im Osten zwischen Jura, Pariser Becken (Champagne) und dem Zentralplateau in einer Länge von knapp 300 Kilometer. Die offizielle Hauptstadt der 32.000 Quadrat-Kilometer großen Region ist Dijon, aber die unbestrittene Weinhauptstadt ist Beaune. Burgund zählt zu den ältesten Weinregionen Frankreichs. Der Weinbau wurde durch die Griechen beeinflusst. Diese lieferten Wein und Kunstgegenstände an die damals hier lebenden Kelten (Gallier). Der berühmte Krater von Vix (Mischkrug) in einem keltischen Fürstinnengrab, der aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. stammt, bezeugt den Handel zwischen den beiden Völkern. Die ersten dokumentarisch belegten Zeugnisse über Weinbau stammen aber erst aus dem Jahre 312 aus einer Schrift an Kaiser Konstantin (288-337). Der aus einer römischen Senatoren-Familie stammende und spätere Bischof Gregor von Tours (538-594) schrieb gegen Ende des 6. Jahrhunderts in seiner Geschichte über die Franken, dass in den Bergen westlich von Dijon ein edler Wein wachse, der mit dem Falerner zu vergleichen wäre.

Über 10.000 Winzer bewirtschaften rund 40.000 Hektar Rebfläche. Die meisten davon besitzen nur ein bis zwei Hektar, deshalb wird Burgund auch als „Land der kleinen Grundstücks-Besitzer“ bezeichnet. Der Boden besteht vorwiegend aus einer Kombination von Kalkstein mit verwittertem Mergel. Wegen der drastisch unterschiedlichen Wetterbedingungen in den einzelnen Appellationen werden im Burgund die Lagen als „Climat“ bezeichnet. Die großen Weingüter heißen hier nicht so wie im Bordelais „Château“, sondern zumeist „Domaine“. Es gibt für alle 200 Appellationen ein einheitliches und allgemein gültiges Klassifizierungs-System (siehe dazu unter Burgund-Klassifizierung). Zu rund 75% werden Weißweine und zu 25% Rot- und Rosé-Weine produziert. (WP)

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